Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer

Sanierung Referenzbeispiel

Instandsetzung  und Revitalisierung der Schlossanlage Schönberg bei Wenzenbach

Mit der Beauftragung zur Sanierung der kompletten Außenfassade der Schlossanlage stellte das Team rund um Andreas Wutz, Geschäftsführer der Bauunternehmung Johann Wutz aus Cham erneut viel handwerkliches Geschick unter Beweis. Nach nur einjähriger Sanierungszeit, entpuppte sich die ehemalige Schlossruine zu einem wahren Schmuckkästchen.

Historie der Schlossanlage Schönberg

Die Schlossanlage Schönberg wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Das Schloss ist ein dreigeschossiger Walmdachbau über nach Süden unregelmäßig gebrochenem Grundriss mit Erker. Der Kernbau stammt von 1253/54 mit mittelalterlicher Erweiterung. Umbauten fanden vom späten 17. bis frühen 18. Jahrhundert und um 1770/71 statt.

Der Dachstuhl trägt das Baujahr 1820/23. Weiter existiert eine barocke Schlosskapelle, St. Joseph, eine Kelleranlage eines ehemaligen, in Fragmenten erhaltenen Nebengebäudes in Form zweier paralleler tonnengewölbter Keller aus Bruchsteinmauerwerk. Dieses sind noch aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert erhalten.

Baubeschreibung - Sanierung der Schlossanlage

Massnahmen zur Sanierung:

Abschlagen des schadhaften Aussenputzes unter Berücksichtigung einzelner erhaltenswürdiger Putzflächen.Untergrundvorbereitung des MauerwerksEinbau von Spannankern und MauerwerksvernadelungenVerpressen von Rissen und Hohlstellen im Mauerwerk mit insgesamt ca. 40.000 kg Traßkalkverpressmörtel.Instandsetzung des Fundamentmauerwerkes mit Einbau einer Drainageleitung, um anfallendes Sickerwasser vom Mauerwerk abzuleiten.Der ganze Fassadenputz wurde nach historischen Mörtelrezepturen als Baustellenmischung vor Ort hergestellt. Nach  traditionellen Handwerksregeln sowie unter exakter Einhaltung der Standzeiten für solche Putzmischungen, wurde der Fassadenputz in mehreren Lagen aufgebracht.Im Sockelbereich wurde ein Sanierputzsystem unter Zugabe von AEC 3000 ebenfalls als Baustellenmischung aufgebracht.

Die Besonderheit der einzelnen Lagen war die Untergliederung der Fassade in Rauhputzflächen als Kellenwurf und den z.T. waagrechte und horizontal verlaufenden Faschen und Bänderungen als Glattputzflächen.

Die erhaltenswerten historischen Putzflächen wurden gesichert, mit Putzträgergewebe überspannt und einheitlich mit der letzten Putzlage überzogen.

Der Erker auf der Südseite wurde, wie auf den vorher-nachher Fotos zu sehen ist, um ein Geschoß aufgemauert und mit einer neuen Turmzwiebel abgedeckt. Die Besonderheit hier war die zusätzlichen Lasten in das bestehende sehr risssige Mauerwerk abzuleiten und mit Spannankern zu sichern.

Die bestehenden Kamine wurden ebenfalls nach historischem Vorbild mit einer neuen Abdeckung sowie einem umlaufenden Gesimse im oberen Bereich neu aufgemauert und neu verputzt.

Ferner wurden Teile der Umfassungsmauer, welche im Laufe der Jahre bereits eingestürzt waren, mit vorhandenem Granitsteinmaterial nach dem Bestandsvorbild aufgemauert.


 

Bauherr:

Dr. Hans-H. Klünemann

Planung und Bauleitung

Architekturbüro Naumann

93051 Regensburg